Wissenschaft

Was die Forschung über Lernen weiß.

Fünf Befunde, die zu den am besten belegten der Lernpsychologie gehören, und wie Lexxington sie umsetzt.

Vergessen ist planbar

Hermann Ebbinghaus zeigte 1885, dass Gelerntes ohne Wiederholung schnell verblasst. Spätere Arbeiten (Cepeda et al. 2006) belegten: Wiederholungen mit wachsendem Abstand machen Wissen dauerhaft.

In Lexxington: Karteikarten und Quick 10 planen jede Wiederholung kurz vor dem Vergessen.

ZeitBehaltenmit Wiederholungohne Wiederholung
Vergessenskurve und Wiederholung. Ebbinghaus 1885; Cepeda et al. 2006. Schematische Darstellung, keine Studiendaten.

Abrufen ist Lernen

Roediger und Karpicke (2006) fanden: Wer sich selbst abfragt, behält nach einer Woche deutlich mehr als wer denselben Text erneut liest, obwohl sich Wiederlesen sicherer anfühlt.

In Lexxington: fast jede Funktion ist eine Abfrage, keine Lektüre.

Behalten nach einer WocheWiederlesenAbrufen
Abrufen schlägt Wiederlesen. Roediger & Karpicke 2006. Schematische Darstellung, keine Studiendaten.

Sichere Fehler sind wertvoll

Butterfield und Metcalfe (2001) beschrieben den Hyperkorrektur-Effekt: Fehler, bei denen man sich sicher war, werden nach Feedback besonders zuverlässig korrigiert.

In Lexxington: Vor der Antwort schätzt du deine Sicherheit ein. Die Überraschung bei einem sicheren Fehler wird zum Lernmoment.

Später korrigiertunsichermittelsicher
Hyperkorrektur: sichere Fehler werden eher korrigiert. Butterfield & Metcalfe 2001. Schematische Darstellung, keine Studiendaten.

Mischen statt blocken

Rohrer und Taylor (2007) zeigten: Gemischtes Üben wirkt im Training schwächer, im späteren Test aber deutlich besser. Bjork (1994) nannte solche Hürden „erwünschte Erschwernisse“.

In Lexxington: Fall-Trainer, Speed-Runde und Quick 10 mischen Themen, und die Lexxi-Methode wechselt die Positionen.

Ergebnis im späteren Testblockweise, Übungblockweise, Testgemischt, Übunggemischt, Test
Gemischt üben statt blockweise. Rohrer & Taylor 2007; Bjork 1994. Schematische Darstellung, keine Studiendaten.

Kurz und täglich

Dieselbe Lernzeit, auf viele kurze Einheiten verteilt, führt zu dauerhafterem Wissen als ein langer Block (Cepeda et al. 2006).

In Lexxington: Quick 10 und die Speed-Runde passen in jede Pause.

Investierte LernzeitGefestigtes Wissen10 Minuten täglichWochenend-Marathon
Kurz und täglich statt lang und selten. Cepeda et al. 2006; Bjork 1994. Schematische Darstellung, keine Studiendaten.

Quellen

  • Ebbinghaus, H. (1885). Über das Gedächtnis. Duncker & Humblot.
  • Bjork, R. A. (1994). Memory and metamemory considerations in the training of human beings. In Metcalfe & Shimamura (Eds.), Metacognition. MIT Press.
  • Butterfield, B., & Metcalfe, J. (2001). Errors committed with high confidence are hypercorrected. JEP: Learning, Memory, and Cognition, 27(6).
  • Cepeda, N. J., Pashler, H., Vul, E., Wixted, J. T., & Rohrer, D. (2006). Distributed practice in verbal recall tasks. Psychological Bulletin, 132(3).
  • Roediger, H. L., & Karpicke, J. D. (2006). Test-enhanced learning. Psychological Science, 17(3).
  • Rohrer, D., & Taylor, K. (2007). The shuffling of mathematics problems improves learning. Instructional Science, 35.

Alle Diagramme sind schematische Darstellungen der Richtung der Befunde, keine Studiendaten.

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